Für immer und ewig. Ein Versprechen, das Kosmetik leider nicht geben kann – denn keine Rezeptur ist unendlich haltbar. Um die Qualität und Wirksamkeit der enthaltenen Rohstoffe so lange wie möglich zu bewahren, ist Konservierung nötig. Aber habt Ihr gewusst, dass zum Beispiel Parabene nicht nur Keime in Schach halten, sondern auch bedenkliche Nachteile mitbringen?

Parabene stecken in vielen Inhaltsstofflisten konventioneller Kosmetik. Ihr findet sie zum Beispiel unter den Bezeichnungen Methylparaben, Etyhlparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isobutylparaben, Isopropylparaben und Phenylparaben, oder auch Oxybenzoesäure/Oxybezoat, Hydroxybezoesäure/Hydroxybenzoat, PHB und Parahydroxybenzoat. Egal, ob Face Care, Deodorant oder Haarpflege: Parabene sind weit verbreitet, weil sie das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien wirksam verhindern. Selbst in Medizin und Lebensmitteln stecken die verlässlichen, synthetischen Haltbarmacher.

Risiko schwer kalkulierbar

Leider ist ihr Ruf dennoch zweifelhaft: Wegen ihrer Ähnlichkeit zum weiblichen Hormon Östrogen sollen sie problematische Nebenwirkungen haben, die immer wieder in wissenschaftlichen Studien untersucht wurden. Die östrogene Wirkung ist allerdings verhältnismäßig schwach und für Befürworter der Substanz damit irrelevant. Sie verweisen auf offizielle Grenzwerte für den Einsatz verschiedener Parabene in Kosmetika, die auf der in Tierversuchen festgestellten hormonbeeinflussenden Wirkung basieren. Aber reicht das als Vorsichtsmaßnahme? Der BUND weist darauf hin, dass jedes dritte konventionelle Kosmetikprodukt in Deutschland Parabene enthält und von den meisten Menschen mehrere Produkte täglich benutzt werden. Das kann die Aufnahme von Parabenen deutlich erhöhen! Die Haltbarmacher gelten darüber hinaus als Kontaktallergene.

Ob Ihr Euch einem so schlecht kalkulierbaren Risiko aussetzen möchtet, bleibt letztlich Euch selbst überlassen… ABER: Es gibt auch Alternativen!

Natürliche Konservierung

Die beste Möglichkeit für die Herstellung von Kosmetik ohne synthetische Konservierung ist eine hygienische Verarbeitung. Der Einsatz sauberer Rohstoffe und eine mikrobiologische Kontrolle der fertigen Produkte sind Grundvoraussetzung. Aber auch die Verpackung ist wichtig. Bei Tuben kommen Cremes und Co. kaum mit der Luft oder den Fingern in Kontakt. Noch hygienischer sind sogenannte Airless-Spender, wie sie bei vielen Produkten von BIRKENSTOCK NATURAL SKIN CARE verwendet werden.

Parabene
[Photo by BNSC]
Grundsätzlich gilt: Bakterien und Pilze benötigen viel Wasser, um sich zu vermehren. Daher sind reichhaltige Produkte automatisch besser vor dem Verderb geschützt. Für empfindlichere Rezepturen stehen Alkohol und ätherische Öle hoch im Kurs, da sie eine Verkeimung von Kosmetik wirksam und natürlich verhindern können. Darüber hinaus erlaubt zertifizierte Naturkosmetik ausgewählte naturidentische Konservierer wie Benzoesäure, Salicylsäure, Sorbinsäure und ihre Salze.

Wie lange ist Naturkosmetik haltbar?

Was viele nicht wissen: Auch die meisten Naturkosmetikprodukte sind ab dem Tag ihrer Herstellung mindestens 30 Monate lang haltbar! Ist dies nicht der Fall, muss auf der Verpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Mit einem offenen Cremetiegel und einer Zahl als Aufdruck werden die Monate angezeigt, die Euer Kosmetik-Produkt nach dem Öffnen noch haltbar ist. Ein klein wenig habt Ihr es auch selbst in der Hand, wie lange Eurer „Beauty-Bündnis“ glücklich andauern kann:

  • Verschließt die Verpackung direkt nach der Nutzung wieder, damit nicht unnötig Luft an das Produkt kommt.
  • Produktkontakt immer nur mit sauberen Händen!
  • Produkte immer innerhalb des empfohlenen Zeitraums aufbrauchen

BIRKENSTOCK COSMETICS

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